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To-NICHT-Do Listen: Gewohnheiten die keiner braucht…

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Ich habe vor einiger Zeit einen Eintrag darüber geschrieben, wie To-DO-Listen einem das Leben erleichtern und auch gewisse Glücksgefühle hervorrufen können. Bei diesen Listen gilt das Prinzip „Ich schreibe mir Dinge auf, die ich zu erledigen habe und freue mich jedes Mal darüber, wenn ich eine Sache abhaken kann. Und am Ende eines (Arbeits)Tages blicke ich zufrieden darauf zurück, was ich alles geschafft habe!“

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(einfach mal nichts tun – oder gestreichelt werden)

Genauso sinnvoll, wie Listen auf denen Dinge zusammengefasst werden die man erledigen muss, sind Listen auf denen Dinge und Gewohnheiten aufgeführt werden die man lieber sein lassen sollte. Ich bin auf dem Blog von Tim Ferriss und auch auf Leo Babauta´s Blog auf „Not-To-Do“ Listen gestoßen und habe einige Dinge davon ausprobiert. Es ist erstaunlich, wie anders sich ein Tag anfühlen kann, wenn man bestimmte Sachen einfach nicht macht – und es tut gar nicht so doll weh, wie es evtl. den Anschein hat! Wenn man nicht weiß womit man anfangen soll, kann man sich auch darauf konzentrieren, was man am besten nicht macht – anderer Ansatzpunkt gleiches Ergebnis!

Hier meine Top To-NICHT-Dos:

1. Keine Meetings annehmen, die kein klares Ziel oder einen definierten Nutzen haben

Ok, zugegeben – das kann man nicht immer durchziehen, aber je häufiger man es schafft, desto besser! Meetings, die nicht klar definiert sind rauben einem oftmals die Zeit – man spricht über alles und nichts, arbeitet auf kein Ziel oder eine Lösung hin oder ist sogar fehl am Platz. Das kann man sich sparen und seine Zeit produktiver gestalten.

2. Nicht ständig E-mails checken – lieber regelmäßig zu definierten Zeiten

Wenn man kontinuierlich, sogar wenn man noch an einer anderen Mail arbeitet, den Posteingang checkt, kann das davon abhalten laufende Aufgaben nicht zu Ende zu bringen. Auf einmal macht man drei, vier oder fünf Aufgaben gleichzeitig und bringt keine richtig zu Ende. Das bringt keinem was, nicht Ihnen und auch nicht demjenigen, der auf eine Antwort wartet.

3. Das Smartphone nicht 24/7 mit sich herumtragen

Wenn man sich zwischendurch eine Auszeit nimmt, dann sollte auch das Smartphone mal Pause haben. Sich zu entspannen, sei es auch nur zwischendurch ein paar Minuten, funktioniert wesentlich besser, wenn man nicht angerufen, angeschrieben oder sonstwie abgelenkt wird. Kennen Sie das: Sie sitzen mit jemandem zusammen und wollen sich gemütlich unterhalten und ihr Gegenüber schreibt alle drei Minuten eine Nachricht auf dem Smartphone – das macht mich wahnsinnig! Gerade wenn man sich mit Freunden oder Kollegen trifft (vlt. auch nur in der Mittagspause oder beim Kaffee), kann es wirklich angenehm und entspannend sein sich mal „nur“ zu unterhalten – und das persönlich „face to face“ – ja, das gibt es auch heute noch! Ist zwar altmodisch, funktioniert aber noch wie früher …

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(der Kaffee in der Mittagspause oder mit Freunden schmeckt viel besser, wenn man sich nicht ablenken lässt)

 

4. Nicht mehr arbeiten um „Überladung“ zu beseitigen – priorisieren

Wenn man nicht priorisiert, dann wirkt oftmals alles wichtig und dringend. Definiert man allerdings ein oder zwei wirklich wichtige Dinge, die am Tag bearbeitet werden müssen, dann wirken die meisten Sachen, die zwischendurch „dringend“ erledigt werden sollen, gar nicht mehr so wichtig. Es ist oftmals nur eine Frage, kleine „schlimme“ Dinge passieren zu lassen (zu unwichtigen Meeting zu spät kommen 😉 zum Beispiel) damit die wichtigen, großen Aufgaben erledigt werden können. Um „Überladung“ entgegen zu treten, muss man nicht immer noch schneller arbeiten und noch mehr DInge gleichzeitig erledigen – oftmals liegt der bessere Ansatz darin, die wenigen fundamentalen Dinge zu definieren, die das Geschäft oder sogar das Leben beeinflussen können.

5. Nicht immer jede neue Aufgabe annehmen

Jetzt, wo Sie identifiziert und priorisiert haben was wichtig ist, müssen Sie „Nein“ zu den Dingen sagen, die nicht auf Ihrer Wichtig-Liste stehen und Ihnen im Weg sind Ihre To-Dos zu erledigen. Ab und zu reicht schon ein Anruf und eine Entschuldigung, um sich von etwas Unwichtigem zu befreien.

6. Die Arbeit sollte keine Lücken füllen, die durch Nicht-arbeitsbezogene Beziehungen oder Aktivitäten gefüllt werden müssten!

Leben um zu arbeiten oder arbeiten um zu leben!? …Es gibt ein paar wenige Menschen, die behaupten können noch nie gearbeitet zu haben, denn das womit sie ihren Lebensunterhalt verdienen ist das, was sie lieben und was sie vollends erfüllt. Trotzdem, das Leben besteht nicht nur aus Arbeit! Konzentrieren Sie sich besser darauf, die wichtigen Arbeiten während der Arbeitszeit zu erledigen und sagen Sie nicht „Ich mache das am Wochenende fertig“ – fokussieren, priorisieren und Feierabend! Die Zeit auf diesem Planeten ist zu kurz, um das ganze Wochenende Mails zu beantworten…

7. Nicht immer vergleichen

Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen dazu neigen sich oder das, was sie besitzen immer mit etwas „Besserem“ zu vergleichen und dabei vergessen mit dem zufrieden zu sein, was sie erreicht haben oder schon besitzen. Nicht, dass es darum geht möglichst viele tolle Dinge zu haben! Ganz im Gegenteil… Wenn man sich ständig vergleicht, verliert man das Gefühl für das, was man schon hat – egal ob Gegenstände, Beziehungen, Jobs, Freunde, Familie oder Reichtümer. Fragen Sie sich für sich selbst – unabhängig von anderen – ob Sie mit dem zufrieden sind, was ihr Leben ausmacht.

Lasst mich in den Kommentaren wissen, was für To-NICHT-Dos für euch funktionieren!

Erstellt von Sascha Hermel

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