Greek_Breakfast

Ein Jahr später – das Kreta-Experiment

Greek_Breakfast

Vor ca. einem Jahr habe ich das erste Mal angefangen eine „Slow-Carb®“ Diät à la Tim Ferriss zu machen und etwas über die Resultate geschrieben – Langsame Kohlenhydrate und 23,4 Minuten Training pro Woche – ein Experiment

Dieser Eintrag soll ein Follow-Up werden – warum Kreta kommt weiter unten…

Golden_Beach

Blick auf Süd-Kreta vom „Golden Beach“ auf Crissy Island 14 km vor der Küste

 

Damals war ich in Spanien, wollte aber nicht ausgerechnet im Urlaub anfangen eine Diät zu machen! Glücklicherweise wurde in „Der 4 Stunden Körper“ erklärt, was man machen kann, um alles zu essen was einem so in den Sinn kommt – ohne dabei an Fettmasse zuzunehmen. Damals habe ich sogar noch abgenommen! Die Methoden zielten darauf ab starke Blutzuckerschwankungen, also Spitzen im Blutzuckerspiegel zu vermeiden, um so den Körper daran zu hindern Fett einzulagern. Einmal damit angefangen und erstaunliche Resultate erlebt – Zack war ich am Haken und wollte mehr wissen.

Über das gesamte letzte Jahr habe ich mich weiter damit beschäftigt andere Ernährungsmethoden auszuprobieren, als die, die mir mein Leben lang gezeigt und vorgelebt worden sind.

Wie schon gesagt, den Anfang hat die „Slow Carb®“ Diät gemacht, deren Inhalte ich auch heute noch oft als Ernährungsweise lebe. Also, was sind die Grundprinzipien von diesem Konzept – vor allem müssen sie einfach sein! Hier die 5 Grundregeln:

1. Keine „weißen“ (stärkehaltigen) Kohlenhydrate essen. (Brot, Pasta, Kartoffeln, etc.)

2. Die gleichen wenigen (hier wird die Vielfalt verschiedener Speisen gemeint) Mahlzeiten immer wieder essen. Das gilt gerade für das Frühstück – das macht man sowieso – wie oft essen Sie immer wieder das gleiche zum Frühstück? Also, das ist gar keine so große Umstellung!

3. Keine Kalorien trinken! Ein bis zwei Gläser trockener Rotwein sind erlaubt…

4. Keine Früchte oder Obst essen. Generell keine Fruktose! Die notwendigen Vitamine bekommt man aus dem Gemüse…

5. Der Cheatday – Ausnahmezustand!! An einem Tag in der Woche ist alles erlaubt! Das heisst, so viel von allem was man haben möchte – keine Ausnahme. Und das schöne dabei – es hilft sogar beim Fettabbau. Das hat etwas mit dem Hormonspiegel zu tun (um genauer zu sein – Leptin! – wer Genaueres wissen will – Men 2.0 – Engeneering the Alpha)

Für mich funktioniert das Konzept sehr gut. Es gibt aber auch andere Arten (die sich allerdings ähnlich sind), um seine Ernährung sinnvoll anzupassen und den Körper zu Formen, den man sich schon immer gewünscht hat. Das gilt nicht nur für das äußere Erscheinungsbild, sondern auch für die Gesundheit und das eigene Wohlbefinden.

Der „Bulletproof Coffee©“ ist mittlerweile weltweit bekannt und stammt aus der „Schmiede“ Dave Asprey´s. Auch hierüber habe ich schon einen Eintrag geschrieben – Butter-Kaffee und AeroPress®. Dave Asprey vertritt einige Ansätze sich „Bulletproof“ zu ernähren. Das bedeutet in diesem Zusammenhang hauptsächlich Toxine zu vermeiden (also Entzündungen im Körper verursacht durch die falschen Nahrungsmittel zu vermeiden), die in industriell verarbeiteten aber auch anderen Lebensmitteln vorkommen können. Das Ziel ist es „schlechte“ Lebensmittel zu vermeiden und mit „Bulletproof“ Lebensmitteln zu ersetzen. Der Fokus wird hier auf die Gesundheit des Körpers und die Steigerung der Leistungsfähigkeit des Geistes/Verstandes gelegt.

Mark Sission ist ein ehemaliger Triathlet und Marathonläufer. Seit 2006 betreibt er einen Blog Mark´s Daily Apple und ist Autor seiner Primal-Bücher. Sein Ernährungskonzept basiert auf der Annahme, dass sich unsere Vorfahren Ihrer Umwelt entsprechend ernährt haben. Dabei werden auch die erforderliche Bewegung, frische Luft und andere äußerliche Einwirkungen berücksichtig. Die Welt und unsere Umgebung hat sich in den letzten 10.000 Jahren stark verändert (zum Guten und Schlechten), die menschliche Biologie im Vergleich aber nur wenig. Die Ernährung nach dem „Primal Blueprint©“ Konzept konzentriert sich auf die Fettverbrennung, den Muskelaufbau und das Wohlbefinden fernab von Fetteinlagerungen, Muskelverkümmerungen und Krankheiten, die heute als „normal“ gelten. Kurz gesagt, das Ernährungskonzept konzentriert sich auf „natürliche“ Nahrungsmittel, die unsere Erde zur Verfügung stellt.

Für mich haben all diese Konzepte eine auffallende Gemeinsamkeit (auch wenn es einige Unterschiede gibt) – je weniger industriell verarbeitet die Nahrungsmittel sind, die ich zu mir nehme, desto besser geht es mir und meinem Körper!Greek_Food

Seitdem ich mich anders und bewusster ernähre, bin ich weniger anfällig für Erkältungen. Es fällt mir viel leichter auf mein Gewicht zu achten und ich komme schneller in (sportliche) Form. Für die, die es interessiert, anbei mein Konzept, dass sich aus diesen vorgestellten (und auch weiteren) Konzepten ergibt: frei nach Bruce Lee: „Nimm an was nützlich ist, lass weg, was unnütz ist. Und füge das hinzu, was dein Eigenes ist.“

  • an fünf bis sechs Tagen in der Woche versuche ich stärkehaltige Nahrungsmittel (Nudeln, Brot, Pizza, Kartoffeln, Chips, Kekse, Kuchen, etc.) zu vermeiden
  • wenn es geht nehme ich in den ersten 30 Minuten nach dem Aufstehen 30 Gramm Eiweiß zu mir (z.B. gebratene Linsen mit Ei und Spinat; ein Eiweißschake funktioniert aber auch)
  • dazu kommt häufig Butterkaffee (passt zum intermittent fasting)
  • ab und zu faste ich auch Morgens – vom Adbendessen bis zum nächsten Mittagessen (intermittent fasting – für mehr Infos John Romaniello)
  • ausreichend Ballstsoffe sind wichtig für den Energiehaushalt, den Stoffwechsel und die Verdauung (Linsen, Bohnen, aber auch Nahrungsergänzungsmittel wie Flohsamenschalen aus der Apotheke)
  • Mittags großer Salat mit Bohnen und Fleisch (Geflügel, Schwein oder Rind)
  • Abends meistens Gerichte die mit der „Slow Carb®“ Diät verträglich sind
  • am Wochenende kommt der Cheat Day zur vollen Geltung 😉

Whey, BCAA, Fiber, D3Ok, jetzt habe ich viel erzählt, aber warum „das Kreta-Experiment“? Ein Jahr nach dem ich meine Ernährung umgestellt hatte, war ich im Urlaub auf der schönen Insel Kreta. In den 2 Wochen Urlaub wollte ich mich nicht wirklich großartig darum scheeren was ich esse – aber zunehmen wollte ich auch nicht… Was hatte ich also in dem letzten Jahr über meinen Körper gelernt und wie konnte ich ohne viel Stress vermeiden die typischen Urlaubspölsterchen anzusetzen?

Greek_BreakfastZum Glück funktionieren schon Kleinigkeiten, die eine große Auswirkung haben… 30 Gramm Eiweiß zum Frühstück (in diesem Fall ein einfacher Shake), ein paar Kniebeugen vor dem Essen, ein oder zwei Tassen grüner Tee am Tag, ab und zu eine Prise Zimt in den Kaffee und leichtes Training für 45 Minuten pro Woche (das sind nur 15 Min. alle 2-3 Tage) – und der Urlaubsschmauss kann kommen!! (ich habe auch ein paar BCAAs genommen, um Muskelschwund vorzubeugen) Auch gute Fette sind super um das Energielevel aufrecht zu erhalten und dem Körperfettanteil entgegenzutreten – zum Glück gibt es das beste Olivenöl der Welt auf Kreta (viele gute Fettsäuren). Deshalb gibt es wohl auch die „kretische Diät“, die als konstante Komponente immer gutes Olivenöl bei jedem Gericht vorsieht – genau mein Ding! (Hier noch interessante Fakten zu Olivenöl)

Olives Kretische Oliven

Als ich dann wieder zu Hause war hatte ich an Gewicht nicht zugeommen und mein Körperfettanteil lag bei ca. 12% – das war vor dem Urlaub genauso! Fazit – ein geiler Urlaub mit viel gutem und reichhaltigem Essen ohne Stress und Konesquenzen (auch wenn das oben viele Worte sind, sind das nur ein paar Minuten „Aufwand“ am Tag – besser als schlechte Laune nach dem Urlaub).

 

Erstellt von Sascha Hermel

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Тhanks a lot ԝith regard to bսilding thіs kind of wеblog, it’s brilliant.
    I’m genunely into intеrmіttent fasting peгsonally.
    I have already been doіng thіs pertaining to over few
    months now so і pοssess dropped straight down three jean dimensions rigɦt now.

    My goal is to carry on.

    • Hi! I am always glad to hear those kind words, thank you.
      Congratulations to your weight loss! Sounds really good and I hope you stay motivated and move on – it´s worth it!
      Your body is the only real tool you´ll ever have and that´s why you should take care of it…

      Cheers,

      Sascha

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